SHOTPROS – Einsatz von VR-Training im polizeilichen Bereich

SHOTPROS Consortium

Das Horizon 2020 Forschungsprojekt SHOTPROS widmet sich den „Entscheidungs- und Handlungsprozessen“ in Stress- und Hochrisikosituationen von europäischen Polizeibeamten und Polizeibeamtinnen. Ein europaweites, multidisziplinäres Konsortium wird in den nächsten 3 Jahren unter der Führung von USECON neue Trainingsansätze für die Polizei entwickeln. Mithilfe von VR-Lösungen sollen „First Responder“ (polizeiliche Erstkräfte) auf hochriskante Einsatzsituationen, wie z.B. Terroranschläge, Schusswaffenangriffe oder Amokläufe vorbereitet werden.

SHOTPROS unterstützt europäische Polizeikräfte bei aktuellen Herausforderungen

Durch neue Bedrohungs- und Risikoszenarien der letzten Jahre haben sich die Herausforderungen an die europäische Polizei stark verändert. Streifenpolizisten und Streifenpolizistinnen sind immer häufiger in der Rolle als First Responder in bedrohlichen und kritischen Szenarien involviert. Dadurch entstehen für sie extreme Stress- und Leistungssituationen. Für das Lösen dieser kritischen Situationen ist die Fähigkeit, die richtigen Entscheidungen zu treffen, ein wesentlicher Faktor für den erfolgreichen Ausgang der Situation. SHOTPROS setzt an diesem Punkt an und entwickelt ein Trainingsprogramm sowie eine VR (Virtual Reality) -Lösung um diese Szenarien zukünftig zu trainieren und damit die Leistungsfähigkeit der europäischen Sicherheitsbehörden weiter zu verbessern.

USECON als Projektkoordinator

USECON übernimmt die Rolle als Projektkoordinator in SHOTPROS unter der Führung von Markus Murtinger, der für das Arbeitspaket „Project Management“ zuständig ist. Markus profitiert von seiner langjährigen Erfahrung in einer Führungsposition und von den zahlreichen (inter-)nationalen Projekten an denen er in der Vergangenheit beteiligt war. Für den finanziellen Teil des Arbeitspakets „Project Management“ ist Gerhard Helletzgruber, Head of Finances, verantwortlich, der ebenfalls schon an vielen (inter-)nationalen Projekten mitgearbeitet hat. Das Arbeitspaket „Dissemination, Exploitation & Communication“ wird von Valerie Schlagenhaufen geleitet, die in dieser Rolle auf ihr Wissen über die Wirtschaft und die Medienwelt zurückgreifen kann. USECON wird aufgrund der Expertise in der Benutzerforschung auch an den End-Nutzer-Studien maßgeblich beteiligt sein.

Der Einsatz von VR-Training zur Leistungssteigerung bei Entscheidungen

Im Projekt wird von den Forschungseinrichtungen ein validiertes Humanfaktor-Modell für den Entscheidungs- und Handlungsprozess in Stress- und Hochrisikosituationen entwickelt. Dieses Modell hilft beim Verstehen von Entscheidungsprozessen und liefert eine fundierte Basis für die Entwicklung des zukünftigen Trainingsprogrammes. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen werden ein Trainingsplan und eine VR-Trainingslösung entwickelt. Dadurch wird ein Rahmen für das praktische Training zum Entscheidungsprozess in Stress- und Hochrisikosituationen für polizeiliche Erstkräfte  geschaffen. Das VR-Trainingsprogramm kann individuell angepasst werden, indem die Stressoren in dem virtuellen Umfeld verändert werden.

„Aktuelle Trainings fokussieren, aufgrund von begrenzten Trainingsressourcen, sehr stark auf die Verbesserung von konkreten Fähigkeiten, wie z. B. Handhabungs- und Treffsicherheit beim Schießen und Transfer in entsprechende Trainingsszenarien. Aspekte wie der Umgang mit Unbeteiligten oder variierendem Täterverhalten (unkooperativ/kooperativ) können nur am Rande abgebildet werden. Hier setzt SHOTPROS an und entwickelt ein innovatives Ausbildungskonzept mit dem klaren Ziel die polizeiliche Handlungsqualität zu verbessern, den Einsatz von Gewaltanwendung zu minimieren und Eskalationen sowie Kollateralschäden zu vermeiden. Gleichzeitig wird die Trainingsqualität durch eine ressourcenschonende Erhöhung der möglichen Trainingsdurchläufe/Situationserfahrungen gesteigert“.

– Markus Murtinger, Projekt-Koordinator von SHOTPROS

Das SHOTPROS Team umfasst 13 Projektpartner, die in den nächsten 3 Jahren gemeinsam an diesen Zielen arbeiten. Dazu gehören renommierte europäische Forschungseinrichtungen, internationale Unternehmen sowie sechs polizeiliche Behörden.

Internationales Netzwerk zum Thema “Polizei und Virtual Reality“

Im Zuge des Projektes wird ein europäisches Netzwerk unterschiedlicher Polizei- und Sicherheitsbehörden gegründet. Ziel ist es, den Wissenstransfer im Bereich „Virtuelle Welten im polizeilichen Umfeld“ zu ermöglichen und eine Plattform zum Austausch anzubieten. Durch die stetige Integration der Behörden bzw. der Stakeholder in jedem Projektschritt wird die zukünftige Lösung optimal anhand der realen Bedürfnisse entwickelt.

Gesamtkosten: 5,1 Millionen Euro; Dauer: 36 Monate

 

EU FlaggeDieses Projekt wird im Rahmen des Horizon 2020 Forschungs- und Innovationsprogramms der Europäischen Union gefördert (Fördervertrags Nr. 833672).

 

Projektpartner

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Valerie Schlagenhaufen

Marketing, Sales & Business Development Manager