Usability
Gute Benutzbarkeit ist absolut notwendig für den Erfolg eines
Produkts oder Systems!
Menschen interagieren mit einer Vielzahl von technischen Systemen:
- Video Recorder, Web-basierte Systeme, Software Applikationen
oder Fahrscheinautomaten (womit?)
- aus privaten oder beruflichen Gründen, aus eigenem Antrieb
oder auf Aufforderung (warum?)
- zu Hause, unterwegs, am Arbeitsplatz oder an einem Ort, wo sie
die Freizeit verbringen (wo?)
- zum Spaß oder zielorientiert (wofür?)
- in beruflicher Rolle, als Reisende, Lehrer, Kinder, Wissenschaftler,
etc. (wer?)
- tagsüber oder in der Nacht, in Wartepausen, beim Fahren,
zur Entspannung (wann?)
Die objektive und subjektiv wahrgenommene Qualität dieser
Interaktion wird als Usability (manchmal auch als Benutzbarkeit,
Gebrauchstauglichkeit oder Benutzerfreundlichkeit) bezeichnet. Usability
meint die Qualität eines Systems aus dem Blickwinkel der tatsächlichen
Benutzung mit bestimmten Intentionen und innerhalb eines spezifischen
Kontexts.
Welche Charakteristika sind es nun, durch die ein System einfach
zu bedienen wird? Die folgenden fünf Kriterien werden oft verwendet
und können zur Definition von Usability herangezogen werden:
- Erlernbarkeit - Ein System sollte einfach zu erlernen
sein. Der Benutzer sollte die wichtigsten Aufgaben nach kurzer
Lernphase erledigen können.
- Effizienz - Wenn das System gelernt worden ist, sollte
der Benutzer seine Aufgaben effizient ausführen können.
Für System-Experten sollte es Möglichkeiten effizienterer
Benutzung geben (z.B. Shortcuts).
- Erinnerbarkeit - Personen, die das System nur sporadisch
verwenden, sollten sich an die Funktionsweise erinnern können
und nicht jedesmal das System neu lernen müssen.
- Geringe Fehlerrate - Das System sollte Falscheingaben
und Fehler des Benutzers "verzeihen" und sich von Fehlern
sofort wieder erholen.
- Subjektive Befriedigung - Das System sollte angenehm
zu benutzen sein.
Diese Kriterien wurden vor ca. 10 Jahren etabliert, als Systeme
meist statisch und für bestimmte Arbeitsaufgaben konzipiert
waren. Heutzutage sind Systeme jedoch dynamisch, flexibel und "lebendig",
und ihr Gebrauch ist nicht länger auf das Arbeitsleben oder
technische Experten beschränkt. Dieser Umstand verursacht neue
Anforderungen: siehe User Experience.
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