Mobile HCI 2005, 19 – 22. September 2005, Salzburg
(August 2005)
Die MobileHCI 05 ist die bedeutendste Konferenz und Treffpunkt
zum Thema mobiler Interfaces. So steht die Interaktion mit mobilen
Anwendungen und Diensten im Zentrum der Mobile HCI 05 (www.mobilehci.org).
Diese findet heuer zum 7. Mal statt und wird unter der Leitung von
Univ. Prof. Manfred Tscheligi durch das ICT&S Center an der
Universität Salzburg organisiert.
Nach der CHI2004 in Wien mit ungefähr 2000 Teilnehmern ist
es damit wieder gelungen eine bedeutende Konferenz aus dem Themenbereich
Mensch-Computer Interaktion (User Interfaces, Usability, ....) nach
Österreich zu bringen.
Es werden etwa 300 internationale TeilnehmerInnen aus Industrie
und Wissenschaft erwartet, die vom 19. – 22. September 2005
in zahlreichen Workshops, Tutorials, Vorträgen und Podiumsdiskussionen
die neuesten Entwicklungen und Erkenntnissen im Bereich mobiler
Anwendungen diskutieren.
Konferenzprogramm
Eröffnet wird die Konferenz durch Marco Susani als Keynote
Vortragenden. Marco Susani ist Direktor der Advanced Concepts Design
Group von Motorola in den USA (Cambridge, Massachussets). Er beschäftigt
sich mit der Zukunft mobiler vernetzter Kommunikation.
In den Tutorials (Vorprogramm der Konferenz) werden aktuellen Grundlagen
zur Entwicklung interaktiver Services für mobile Devices, Design
und Prototyping, User Experience und Interaktionsdesign vermittelt.
Diese Tutorials eignen sich für alle Interessierte aus Industrie
und Wissenschaft. In den Workshops (auch als Vorprogramm) werden
aktuelle Zukunftsthemen mobiler Interaktion diskutiert. Industrial
Case Studies (erstmals bei der Konferenz) ermöglichen internationalen
Firmen und Forschungseinrichtungen ihre neuesten Produkte und Services
für mobile Endgeräte zu präsentieren. So stellt Google
seinen neuen mobilen Suchdienst vor oder Motorola zeigt neue Ansätze
in der Gestaltung von Mobilen Services. Samsung präsentiert
ein Mobiltelefon basieren auf Gestikinteraktion.
Im Hauptprogramm werden in insgesamt 12 Konferenzsessions unterschiedliche
Themenbereiche vorgestellt. Praktisch alle international führenden
Unternehmen und Einrichtungen haben sich für eine Aufnahme
in das Konferenzprogramm qualifiziert. So sind Unternehmen wie Sony,
Nokia, Sprint, Microsoft, Samsung, America Online, Intel, Motorola
genauso vertreten wie führende Universitäten und Forschungseinrichtungen.
USECON und CURE auf der Mobile HCI 05 vertreten
Ein wesentlicher Faktor bei der Entwicklung mobiler Systeme ist
die Überprüfung und Messung der Benutzerfreundlichkeit
und User Experience mit neuen Methoden und Verfahren.
So ist natürlich auch USECON mit einem Tutorial, sowie unser
Wissenschaftspartner CURE mit einem Vortrag auf der Konferenz vertreten:
Dieses Tutorial richtet sich an strategische und organisatorische
Aspekte der User Experience Tätigkeit in Organisationen, basierend
auf den Erfahrungen der mobilen Industrie. Es konzentriert sich
auf die Frage, wie man erfolgreich ein firmeneigenes User Experience
Team aufsetzt im Wechselspiel unterschiedlicher Ebenen (Managementebene,
Marketing, Sales, IT, Customer Service und Produktentwicklung).
Außer der Präsentation von generellen Zielsetzungen werden
insbesondere die Erfahrungen aus der Synergie USECON und Mobilkom
in der Einrichtung solch eines User Experience-Teams dargestellt.
Weiters geht es um Schlüsselfaktoren und die Rolle von ausgewählten
strategischen Kennzahlen (ROI, BSC). Durch Diskussionen und Gruppenarbeit
werden die Anwesenden gebeten Strategien zu entwickeln, kritisch
über ihre Erfahrungen nachzudenken und weiters angespornt,
verborgene Gebiete von Konflikten innerhalb der Organisation (in
Bezug auf die User Experience Tätigkeit) aufzudecken.
Der Vortrag von CURE behandelt die verschiedenen Methoden, die
CURE während der Analysephase des Forschungsprojekts Zielleitung
entwickelt und angewandt hat. Hierbei ging es um die Auswahl von
„Landmarks“, anhand derer ein sprachbasiertes System
Benutzer in einem Gebäude leiten soll. Das System Zielleitung
(http://zielleitung.pvl.at/)
wird Benutzer von Landmark zu Landmark zu ihrem Ziel leiten. Am
Westbahnhof, wo der Pilotversuch durchgeführt werden wird,
könnte das System Benutzer zum Beispiel geradeaus zur Rolltreppe
führen, dann links zum Imbissstand mit dem grünen Schild
„Wettpunkt“ und dann rechts zu dem Drehkreuz vor der
Toilette. Die Landmarks müssen einerseits eindeutig beschrieben
werden können und müssen andererseits dem Benutzer „ins
Auge springen“.
Das Papier präsentiert fünf unterschiedliche Methoden,
optimale Landmarks für ein solches System zu identifizieren.
Die Methoden reichen von Objekterkennung auf kurz dargebotenen Photos
über Interviews zur Benennung verschiedener Objekte bis hin
zur Simulation des realen Systems. Neben der Beschreibung der Methoden
und deren Outputs präsentieren wir zu jeder Methode auch „Lessons
learned“ und geben nützliche Tipps, was bei der Anwendung
der Methode zu beachten ist. Die Arbeiten stellen ein Musterbeispiel
bei der Entwicklung neuartiger User Experience Methoden dar.
Alle aktuellen Informationen zur Konferenz sind zu finden auf: www.mobilehci.org
|