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Agile Softwareentwicklung & Usability Engineering: Widerspruch oder nicht?

Nachlese zum Usability Club vom 24. Mai 2005

(Juli 2005)

USECON ist in der Mai-Ausgabe des Usability Clubs dem Thema „Agile Softwareentwicklung und Just in Time Usability Engineering Methoden“ nachgegangen. Ausgangspunkt waren Trends und „klassische Probleme“ der Softwareentwicklung die sich immer noch, auch laut aktuellen Studien [1], [2], zwischen den Eckpunkten des magischen Dreieckes „Time-Cost-Quality“ bewegen. Seit einigen Jahren versucht die Softwareentwicklung mit Hilfe innovativer Ansätze diese Problematik besser in den Griff zu bekommen. Als Erfolg versprechender Ansatz hat sich das Umfeld diverser agiler Methoden herausgestellt, in deren Mittelpunkt iterative Vorgehensweisen und die Entwicklung greifbarer (Zwischen)Produkte stehen. Gesamtentwicklungsprozesse werden dadurch überschaubarer und lassen sich im Gegensatz zu „traditionellen“ Methoden flexibler und effizienter gestalten.

Die sehr praxisorientierten Methoden des agilen Programmierens richten sich naturgemäß an die Entwickler, um deren tägliche Arbeit und damit den Projektfortschritt so effizient wie möglich zu gestalten. Auch zukünftige Benutzer werden in den Entwicklungsprozess eingebunden, wobei die eigentliche Gestaltung der (grafischen) Benutzerschnittstelle in den agilen Methoden „kein Thema“ ist. Das Interface ist aber, so es nach den Regeln des benutzerzentrierten Designprozesses geht, das eigentliche Produkt das potentielle Kunden ansprechen soll.
USECON hat im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt, wie sich die auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinenden Ansätze ergänzen und zu einem sehr effektiven Prozess zusammengeführt werden können.

Neben einer kurzen Einführung in agile Softwareentwicklungsmethoden wurde der <User Centred Design Prozess> vorgestellt, in dessen Mittelpunkt der Benutzer steht. Da sowohl agile Methoden wie auch benutzerzentrierte Interfacedesign Methoden iterativ vorgehen, können User Interface Designmethoden vom User Interface Prototyping über Expertenfeedbacks bis hin zu Rapid User Assessments (Kurztest mit Usern) sehr effizient in agile Softwareentwicklungsprojekte integriert werden.
Zum Abschluss hat USECON mit diesem „Just in Time Usability Engineering“ Ansatz - an Hand von konkreten Projektbeispielen - Methoden und Services vorgestellt, mit deren Hilfe die benutzer-zentrierte Qualität des Endproduktes gesteigert werden kann und sich so agile Entwicklungsprojekte noch weiter optimieren lassen. Wenn Kent Beck, der „Vater des Extreme Programmings” das formuliert klingt es so: „…interaction design, I think, would be an outstanding tool to use inside the loop of development where the engineering was done according to the extreme programming practices. I can imagine the result of that would be far more powerful than setting up phases and hierarchy."[3]

Letztendlich gilt nur ein Ziel: Benutzern eine zufriedenstellende Usability und User Experience mit dem entwickelten Produkt zu garantieren, um Kunden zu motivieren zu „Ihrem“ Produkt zu greifen als zu dem der Konkurrenz.

Mag. Michael Bechinie
bechinie@usecon.com


[1] Trends 2005: Quality Assurance. Forrester 11/2004
[2] Studie IT-Trends 2005, Paradigmenwechsel in Sicht. Capgemini 2005
[3] http://www.fawcette.com/interviews/beck_cooper


 

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