Werbung im Web benutzbar machen
(Mai 2005)
Die digitale, blinkende Werbeflut im Web frustriert zunehmend User
und Werbende.
Was User nicht anklicken, ist für die Werbenden verlorenes
Kapital. Wie verwandelt man aber Benutzerfrustration in Akzeptanz
und somit in wahrgenommene und geklickte Werbung? Die Lösung:
Indem man Usern die Mehrwerte liefert, die sie erwarten: wertvollen
Content.
Die Suchmaschine Google hat im Werbebereich gezeigt, wo die Nuggets
vergraben liegen: in einem konsequenten Werbe-Businessmodell, das
sich an Benutzern orientiert. Googles einfaches „Geheimnis“:
lass Werbung wie Content aussehen, verpacke das ganze in ein nichtblinkendes
Look&Feel, das sich nahtlos in das Design der Suchmaschine einfügt
und platziere es den Gewohnheiten der Benutzer entsprechend.
Aktuelle Studien [Enquiro
1, Poynter
2] sowie die Erfahrung von USECON aus einer Vielzahl von Projekten
zeigen: User klicken und akzeptieren Werbung dann, wenn ein klarer
Mehrwert erkennbar wird - die Werbung als guter, gewünschter
Content geliefert wird. Wenn beispielsweise zu Installateur-Suchergebnissen
die passende „Werbung“ in Form eines nahe liegenden
Installateurbetriebes im Design der Site vor dem suchenden User-Auge
unaufdringlich auftaucht, steigt die Chance für eine User-Interaktion
mit der Werbeform, die alle Stakeholder glücklich macht.
Das Erfolgsrezept wird offenkundig und somit realisierbar: die
konsequente Orientierung am User und seinen Bedürfnissen sowie
die Integration dieses Wissens in anwendbare, erfolgreiche Online-Werbekonzepte,
die sich die Werbenden so sehnlich wünschen. Was wo und wie
am besten passt, muß nicht dem Zufall überlassen werden,
eine methodische Untersuchung zeigt schnell was wirkt. Auch das
ist eine Dimension von Usability.
Mag. Bernhard Ferro
ferro@usecon.com
1. Did-it, Enquiro, and Eyetools uncover Search’s Golden Triangle
http://www.enquiro.com/eye-tracking-pr.asp
2. Observations on Advertising - Poynter Institute (2004)
http://www.poynterextra.org/eyetrack2004/advertising.htm
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