Mobile Services: Erfolgreich durch Mehrwert für den Benutzer
Die Top-11 Herausforderungen für die Gestaltung der dritten
Generation
(07-05-2003)
Die Zukunft der multimedialen mobilen Services hat begonnen. Nicht
zuletzt aufgrund der Ankündigung von Marktriese mobilkom austria
sowie Newcomer Hutchison 3G ("drei"), ihre UMTS Netze
in Österreich zu starten, sind mobile Services dieser Tage
in aller Munde. Bald können Benutzer mit neuen Mobiltelefonen
multimediale Grußkarten verschicken, die Abendnachrichten
als Video in der U-Bahn betrachten, oder die aktuellen Charts per
Kopfhörer genießen und dazu gleich das Musikvideo betrachten.
Anbieter und Entwickler dieser unterschiedlichen mobilen Applikationen
und Services setzen große Erwartungen in diese Services, müssen
sie doch ihre Investitionen verdienen. Der Kampf um die sogenannten
"Killerapplikationen" hat begonnen, doch wer wird ihn
gewinnen?
Siegreich wird sein, wer die Akzeptanz seitens der zukünftigen
Benutzer ausreichend berücksichtigt, und das frühzeitig
im Entwicklungsprozess. Was brauchen bzw. wollen Benutzer wirklich?
Und wie gelangt man zu marktfähigen Innovationen? Diesen Fragen
sind die Experten von USECON nachgegangen, und die Antworten lassen
auf eine spannende Zukunft hoffen. "Wenn wir etwas aus dem
WAP-Debakel der vergangenen Jahre gelernt haben, dann das, dass
für den Benutzer der Nutzen bzw. Mehrwert sowie die Usability
eines Services mit Abstand die wichtigsten Akzeptanzkriterien darstellen",
so Dr. Verena Giller, Managing Director bei USECON. Und was bedeutet
dies nun für die Gestaltung all jener mobilen Services, die
in den nächsten Monaten und Jahren um die Gunst der Benutzer
werben werden? Es bedeutet, sich den Herausforderungen zu stellen
und diese in der Gestaltung der Services möglichst frühzeitig
zu berücksichtigen. USECON hat hierfür die Top-11 Herausforderungen
für die Gestaltung mobiler Services zusammengefasst.
1. Mehrwert schaffen
Mobile Services stehen auch in Konkurrenz zu bewährten Medien
wie Internet, Zeitung oder Fernsehen. Das Anbieten von simplen Informationen
wird zuwenig sein. Kontext-abhängige Informationen, individuell-zugeschnittene
bzw. personalisierte Angebote schaffen Mehrwert und lassen den Kunden
einen deutlichen Zusatznutzen spüren.
2. Benutzergruppen erkennen
Die Bandbreite zukünftiger Benutzer mobiler Services ist besonders
groß: von jung bis alt, von Technik-erfahren bis -unerfahren.
Diese Benutzergruppen definieren nicht nur unterschiedliche Anforderungen
an die Gestaltung der User Interfaces, sondern an die Services generell.
"Elder Usability" oder Personalisierung werden keine Schlagwörter
mehr sein.
3. Nutzungskontext berücksichtigen
Mobile Services werden im mobilen Alltag benutzt, sei es in öffentlichen
Verkehrsmitteln, im eigenen Auto, oder einfach wenn man zu Fuß
unterwegs ist. Benutzer sind dadurch vielfältigen Einflüssen
und Aufmerksamkeitsbeschränkungen ausgeliefert, wie zB verschiedenen
Lichtverhältnissen, Umgebungslärm, oder etwa der Notwendigkeit
einer einhändigen Bedienung. Auch Safety-Aspekte (zB Nutzung
im Auto) müssen berücksichtigt werden.
4. Bedürfnisse verstehen
Der Mensch ist ein Kommunikator. Services, welche die Kommunikation
in welcher Form auch immer fördern, stehen hoch im Kurs. Auch
die Unterhaltung darf nicht zu kurz kommen: Spaß und Unterhaltung
sind als Gegengewicht aber auch als Ergänzung zur Arbeit zu
verstehen.
5. Bedienung erleichtern
Mobiltelefone oder PDAs (Personal Digital Assistants) habe ihre
Eigenheiten, wie etwa kleine Displays oder unterschiedliche Eingabemöglichkeiten
(zB Tastatur, Pen, Sprache). Die Gestaltung des User Interfaces,
der Benutzerschnittstelle, muss gerade darauf besonderes Augenmerk
legen.
6. Komplexitäten variieren
Aufgaben, die mit Geräten mittels Pen-Input oder mittels integrierten
Tastaturen einfach zu bewältigen sind, werden mit einem Mobiltelefon
zur Tortur. Systeme müssen daher in der Lage sein, das Gerät
des Benutzers zu erkennen, und die Aufgabenkomplexität an dessen
Anforderungen anzupassen.
7. Benutzereinstellungen ermöglichen
Bei mobilen Applikationen ist es besonders wichtig, dass Benutzern
nur die Informationen angeboten werden, die sie wirklich benötigen
und wollen. Benutzer müssen daher die Möglichkeit haben,
Systeme so zu gestalten, dass sie ihren Wünschen und Zielen
genügen. User Interfaces für diese Anpassungen müssen
intuitiv sein und dürfen nicht vom Hauptzweck des Systems ablenken.
8. Verbundaufgaben lösen
Mobilität ist nur ein Aspekt in der Berücksichtigung
der Aufgabenbewältigung. Oftmals sind auch andere Informationskanäle,
wie zB das Internet, im Spiel. Das reibungslose Zusammenspiel und
die ergänzende Wirkung unterschiedlicher Kanäle und Medien
müssen den Benutzerbedüfnissen angepasst werden.
9. Integration fördern
Dateninseln gehören der Vergangenheit an, sicherer Datenaustausch
bietet Mehrwert. Daten mobiler Geräte werden mit Fixgeräten,
etwa dem PC im Büro oder Zuhause, aber auch anderen intelligenten
Systemen, ausgetauscht. Wireless Technologien bieten zusätzlichen
Komfort.
10. Technologie verbergen
Die Benutzer erwarten ausgereifte technologische Lösungen
für ihr Geld. Komplizierte Konfigurationen sind ebenso unerwünscht
wie das Herumplagen mit Sicherheitsarchitekturen. "Technology
Hiding" muss als Prinzip verstanden werden.
11. Alleskönner vermeiden.
Die "eierlegende Wollmilchsau im Taschenformat" löst
keine Probleme, sie schafft zusätzliche Komplexität. Nicht
Services, die alles können, sondern solche, welche gezielt
bestimmte Aufgaben lösen, werden von Erfolg begleitet sein.
Um den genannten Herausforderungen entsprechend begegnen zu können,
bietet das Usability Consulting Unternehmen USECON auf mobile Services
zugeschnittene Leistungen an. Der Mensch als zukünftiger Benutzer
steht dabei im Mittelpunkt der Entwicklunsprozesse. Die Zukunft
hat begonnen, "Human Centric Solutions" sind die Lösungen.
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